Essay: Auszüge aus dem Originaltext des Buches:
C a r m e n
Nichts als die Wahrheit
Wege zum Horizont des Seins
Carmen
Carmen war und ist kein Engel.
Sie wurde eine Göttin, „meine“ Göttin. Ansonsten war und ist sie ein Mensch, eine Frau wie viele Ihrer Spezies. Natürlich ist sie eine faszinierende Frau, unfassbar schön, attraktiv und intelligent, wie das Göttinnen nun einmal sind. Was ich am meisten an ihr schätze, lässt sich wirklich nicht sagen, aber was ich bedingungslos an ihr liebe, das war mir wirklich schon immer wie heute klar:
Carmen, ganz einfach immer und ewig, wie sie ist …
Ich musste sie mehrfach verlassen in meinem Leben, und das ist mir immer wieder unendlich schwer gefallen. Ich fühlte intuitiv, dass ich den Menschen, den ich am meisten liebte, auch loslassen können muss, aber warum?
Ich wünschte ihr stets und wahrhaftig alles Glück dieser Welt. Diese Wünsche waren dann später eine der Hauptvoraussetzungen für mein eigenes Glück. Wir verloren uns nie wirklich ganz aus den Augen, wollten heiraten, aber wir taten es nicht.
Jeder ging seinen Weg.
Von Erfahrung zu Erfahrung wurde mir immer klarer, es kommt darauf an, die unendliche, zeitlose und bedingungslose Liebe auf die gesamte Schöpfung zu übertragen – es reicht nicht, nur Carmen zu lieben.
Carmen – einzigartig und irgendwann auch göttlich für mich, wahrhaftig, im Traum und in allen anderen Wirklichkeiten, die ich kennenlernen sollte. Carmen und das „Es geschehe“ sind ein signifikantes Motto meines Lebens geworden – faszinierend, oft unglaublich und unfassbar. Seit dem 16.09.2001 bete ich täglich, mal kurz, mal lang, Carmen stets eingeschlossen, erst recht in meinen Träumen, die ebenfalls Teil meiner Wirklichkeit wurden.
Carmen und ich waren überzeugte Atheisten bis zum Klassentreffen 2000 und darüber hinaus. Heute bin ich oft ein Träumer und auch Visionär. Carmen ist wohl die Realistin geblieben. Wir wollten sehen, was die Zukunft bringt, und ob alle Träume in Liebe wahr werden würden. Natürlich wurden und werden sie wahr, ob Carmen nun ihre Weltsicht ändert oder Realistin und Atheistin bleibt.
16.09.2000 Klassentreffen
25-jähriges Klassentreffen, in Großenstein, Samstag gegen 16:00 Uhr,
Carmen in ärmelloser Bluse und feinem Rock ...
während des Tanzens Erinnerungen an früher,
wir waren 14, und ich berührte beim Tanz
ihre wunderschönen langen Haare
und ihr Gesicht und … starb …
wahrscheinlich in Carmens Armen,
und mein neuer Weg
begann …
Nichts als die Wahrheit
Plötzlich war sie für mich da, nicht nur die Wahrheit, sondern die Absolute Wahrheit.
Es gab kein Leben mehr nach dem Tod, weil es keinen Tod mehr für mich gab. Gott und das Ewige Leben waren offensichtlich in mir geboren, plötzlich war es da für mich, das Ewige Leben, unwiderruflich, verbürgt von Gott, unserem Vater, der nun sein Schweigen brach?
Natürlich war mir sofort klar geworden, dass dies alles sehr viel auch mit Carmen zu tun haben muss. Exakt ein Jahr zuvor hatten wir gemeinsam getanzt, wie ich verträumt auf einer Kirmes tanzte, wenige Stunden vor dem Ereignis des 16.09.2001. Es gab Tränen der Freude, Liebe und Demut, als ich bei Ute Freudenbergs „Jugendliebe“ immer nur an Carmen denken konnte.
Mir gingen in Sehnsucht nach ihr viele Fragen durch den Kopf:
Liebe?
Warum denn Carmen?
Gibt es wirklich die Große Liebe?
Bin ich bereit, mein Leben tatsächlich zu ändern?
Gibt es Gott und trotzdem ein unendliches Universum?
Zeit und Raum, Bewusstsein und Materie … geniale Modelle?
Hat es jemals einen einzigen Zufall gegeben?
Träumen wir die Wirklichkeit ins Sein?
Licht ohne Schatten … ist Liebe?
Wo geht unsere Reise hin?
Polaritäten?
Sinn?
16.09.2001 Unglaubliche Bewusstseinserfahrung
Auf den Tag genau, ein Jahr nach dem Klassentreffen am 16.09.2000, und mit einer unglaublichen Bewusstseinserfahrung am 16.09.2001, veränderten sich meine Anschauungen über die Welt, über Wahrheit, … über Gott, die Liebe und das Ewige Leben in Bruchteilen von Sekunden. Wie mit einem Blitzschlag wurde mir unmissverständlich klar, dass sich diese Erfahrung außerhalb der üblichen menschlichen Sinne abspielte, unglaublich, nahezu unbeschreiblich, aber tatsächlich wahr.
Sie erfasste Körper, Geist und Seele zugleich. Sie erfasste meine innersten Überzeugungen … und traf mich bis ins letzte Atom und Elementarteilchen meines Körpers. Nein, Angst hatte ich dabei nicht und unter freiem Himmel, in einer wunderschönen sternenklaren Nacht, fühlte ich mich plötzlich irgendwie geborgen.
Es existierte eine unbeschreibliche Kraft, eine Energie, eine undefinierbare und nicht zu beschreibende Wahrhaftigkeit und Geborgenheit, die ich bis zu diesem Ereignis für nicht existent, für nicht für möglich gehalten hatte. Eine göttliche Kraft war blitzartig in mir erwacht, in einem naturwissenschaftlich gebildeten, materialistischen Atheisten, der jeden anderen belächelt hätte, würde er von einer solchen Bewusstseinserfahrung berichten.
War Gott geboren in mir? War „man“ der Meinung, dass es an der Zeit ist, den „Kämpfer“ endlich wach zu rütteln? Ich überlegte rasch und hin und her, schaute zur Seite, aber ich nahm nichts Besonderes wahr. Sicher gab es in dieser sternenklaren Nacht auch den Stern mit dem Namen Carmen, aber am Firmament waren unendlich viele und herrliche Sterne zu sehen und zu verstehen. Wenn Carmen eine Göttin ist, dann müssen doch all die anderen ebenfalls Göttinnen oder Götter sein?
Es war kein Traum. Es war auch keine Halluzination – es war Realität, erlebte Wahrheit und Wirklichkeit am 16.09.2001 gegen 02:15 Uhr im Augenblick der Ewigkeit. Ich war fasziniert und ein wenig unsicher zugleich. Woher kam denn plötzlich diese Stimme? Wer sprach da zu mir, so klar und deutlich, dass ich mich immer und immer wieder an die Aussagen, an jedes einzelne Wort, an jeden einzelnen Buchstaben, erinnere.
War es die Stimme Gottes, oder sprach Er mit meiner eigenen Stimme zu mir? Die Worte sind in dem, was immer mich ausmacht, wer immer ich bin, unvergesslich eingebrannt. Waren es die faszinierendsten und vielleicht wichtigsten Worte meines gesamten … nun auch Ewigen Lebens? Auf jeden Fall waren es die Worte mit den einschneidendsten Konsequenzen und Resultaten für mich und mein Sein.
Die unglaubliche Bewusstseinserfahrung machte in Bruchteilen von Sekunden einen anders denkenden Menschen aus mir. Plötzlich glaubte ich an eine göttliche Kraft, die offenbar im gesamten Universum wirkt und mich ergriff. Ich glaubte blitzartig und unwiderruflich an Gott, und ich war viel zu gefesselt und fasziniert in diesem zeitlosen Moment, um viel Zeit zum Staunen zu haben.
Wohl nach Minuten sammelte ich mich ein wenig und bitte auch heute noch um Verständnis, dass ich die redlichsten Bemühungen einer möglichst wahrhaftigen Beschreibung des Phänomens nur als schwach korrelierend mit der erfahrenen Wirklichkeit bezeichnen kann.
Mir war klar, dass schlagartig ein neuer Lebensabschnitt begonnen hatte. Mir wurde natürlich bewusst, dass das Ganze auch etwas mit meiner Großen Liebe, Carmen, zu tun haben muss, mit Wahrheit, mit Aufrichtigkeit, mit meinem neuen Glauben. Mir wurde klar, dass mein Gewissen ab sofort sozusagen an göttlichen Kategorien gemessen werden wird, und dass auch nur die kleinste Unwahrheit oder Lüge ein Belügen von Gott und irgendwie von mir selbst sein würde.
Das führte dazu, dass ich mich in meiner Familie und vor aller Welt zu meinem Glauben an Gott und zu meiner Großen Liebe, Carmen, bekannte … und dies mit allen unausweichlichen Konsequenzen. Mein Leben wurde ein anderes … in Familie, Gesundheit, Beruf, Freundeskreis – kein Bereich blieb unbeeinflusst.
Heute lebe ich scheinbar allein, habe zahlreiche gute Freunde, Freunde, die meinen Weg der letzten Jahre begleiteten, die mir aktiv halfen und mit denen ich offen und ehrlich über alle meine Erfahrungen, Sorgen und Probleme reden konnte und noch heute reden kann. Meine Freunde kennen diese Vergangenheit seit dem 16.09.2000 und dem 16.09.2001 recht gut.
Ich fing an zu schreiben. Erst schrieb ich für Carmen, dann für meine engsten Freunde, aber natürlich schrieb ich immer alles auch irgendwie für mich. Ich wollte faszinierende Momente und Erfahrungen festhalten, alles dokumentieren, obwohl ich bereits damals vermutete, dass auch Gott gewissermaßen alles für uns aufzeichnen würde.
Vielleicht hilft Er uns aber auch, es einfach selbst zu tun?
Mein Leben hatte im wahrsten Sinne des Wortes einen Impuls, „fast aus dem Nichts“ eine neue Richtung, neue Inhalte – einen neuen Sinn bekommen. Leicht war der Neubeginn jedoch nicht. Ich glaubte an Gott, und ich glaubte nun auch an ein Ewiges Leben in Liebe, nicht nur, weil mir „gesagt“ wurde, dass es die Absolute Wahrheit und das Ewige Leben gäbe, sondern weil es eine faszinierende Bewusstseinserfahrung war, die man wohl solange nicht für möglich hält, bis man selbst „wie aus dem Nichts“ von ihr ergriffen wird. Ich wünsche jedem Menschen eine solche Erfahrung.
Gott kann es nicht geben, tatsächliche Wunder schon gar nicht. Ewiges Leben, wie soll das gehen? Langweilen wir uns dann nicht zu Tode? Ich war wie viele meiner Mitmenschen ein ungläubiger Mensch, zwar getauft und auch konfirmiert, aber was hilft es schon, menschlich organisierte religiöse Rituale zu durchlaufen? Was hilft es, vielleicht sogar die Bibel zu lesen, wenn sich einem dabei die göttliche Kraft, das göttliche Wesen und Sein nicht erschließen, wenn Gott ganz einfach schweigt, wenn Gott mich und andere offenbar nur beobachtet, wie Eltern freudig und glücklich ihr spielendes Kind im Sandkasten betrachten, ob gläubig oder atheistisch?
Als ich noch kein Vater war, las ich früher in der Bibel nur die märchenhaften Geschichten, die uns unser lieber Pfarrer vorschlug, und Wunder kannte ich vor allem aus den gesammelten Märchen der Gebrüder Grimm, die ich wie viele andere Geschichten gerne las. Ich war ein normaler Junge seiner Zeit. Dass die Wunder immer wieder kämen, war Inhalt eines unverbindlichen aber schönen Schlagertextes für mich.
Darüber, weshalb ein so intelligenter Mann wie unser Pfarrer, nicht nur an einen biblischen, sondern sogar an einen tatsächlich und wahrhaftigen Gott glauben konnte, einen Gott, der stets und ständig unseren Weg begleitete, der uns behütete, der uns bedingungslos lieben würde – dachten wir alle nicht näher nach. Unser Pfarrer wusste wohl nahezu auf jede Frage eine Antwort, im Vertrauen auf den Gott der Christen, im Vertrauen auf seinen Jesus Christus. Wir achteten ihn sehr, unseren Pfarrer.
Vielleicht respektierten wir sogar seinen Gott für ein paar Stunden in der Christenlehre, aber an ihn glauben, ihn lieben … das konnten die meisten von uns und ich im Besonderen jedenfalls nicht.
Wie das Leben so spielte, passierte dann genau in jenen Wochen und Monaten ein für fast alle anderen eher unscheinbares, aber aus heutiger Sicht einschneidendes und ebenfalls unvergessliches Ereignis, das mich nach mehr als drei Jahrzehnten offenbar zielgerichtet zu den Erkenntnissen über Liebe, Selbstverwirklichung, Freiheit, zum göttlichen Sein, … zu Gott selbst führte:
Ich lernte Carmen kennen, plötzlich stand sie mir gegenüber.
Die Liebe war in mir geboren, die Große Liebe … noch mehr?
Wurde mir „mein Schicksal“, meine „Zwillingsseele“ gegenübergestellt? Ich fühlte es, soviel weiß ich heute, aber wissen ließ Er es mich damals noch nicht. So glaubte ich nach wie vor nicht an einen Gott, auch nicht an eine Göttin, nach wie vor nicht an eine göttliche Kraft, aber jetzt beim Schreiben wird mir unmissverständlich klar, an wen ich damals glaubte:
Ich glaubte seit meinem elften Lebensjahr an Carmen …
und Gott hatte es raffiniert versteckt, in ihrem Namen – na was – das Amen.
Seither nahm mein Leben seinen Lauf, immer in Liebe, stets in Gedanken und im Glauben an Carmen: Im Wort Namen, in Carmen – überall das Wörtchen „Amen“, aber ich Depp verstand in jener Zeit keine Zeichen oder Symbole, und über gleich dreimal „Amen“ in Carmen, Carmens Armen und im Wort Namen hätte ich mich auf Hinweis anderer bestimmt amüsiert, sicher auch herzlich gelacht.
Die Drei, die Neun … wichtige Zahlen in meinem Leben. Ich hätte es niemals gedacht und auch nicht für möglich gehalten. Die Theosophischen Reduktionen (Methode von Querschnittsberechnungen in der Zahlensymbolik) der kompletten Geburtsdaten von Carmen und mir stimmen natürlich auch bei sehr großer mathematischer Unwahrscheinlichkeit exakt überein, es konnte ganz einfach nicht anders sein.
Heute freue ich mich und lächle, wenn mir unser göttlicher Vater gleich zahlreiche Zeichen hintereinander sendet und mit mir und anderen „spielt“. Er spricht gern in Bildern und Zeichen, führt uns, wenn wir uns dies wünschen. Mich überrascht Er inzwischen oft und gern, wahrscheinlich, weil ich selbst gern ein „Überrascher“ bin.
Ich war damals noch so naiv und so dumm. Ich wusste nicht einmal, was dieses „Amen“ für eine Bedeutung hatte, obwohl ich regelmäßig in die Christenlehre und sonntags sogar manchmal in die Kirche ging.
In Unwissenheit und sozusagen in vielen Augenblicken trat es mir gegenüber, das „Amen“, überall … das „Amen – im Sinne von: Es geschehe“, das gilt doch prinzipiell zu jedem Zeitpunkt, und spätestens unmittelbar nach dem Kennenlernen von Carmen galt noch unbewusst, aber klar, das „Amen“ als: „Es geschehe“ und „Es geschah …“.
Mich erfassten Feuerwerke der Gefühle beim Denken an und Anschauen von Carmen oder beim Sprechen mit ihr, eine Gotteserfahrung im September 2001, Momente des wahrhaftigen Seins sowie zeitlose und ewige Augenblicke des Glücks in meinem bewegten Leben. Wie oft schaute ich mir in Liebe ihre Fotos an?
Früher war mir oft richtig unheimlich, dass ich noch nie den allergeringsten Makel an Carmen finden konnte. War oder bin ich versessen oder besessen von ihr? Nein. Wahrhaftige Liebe fordert und erwartet nichts und ist bereit, alles zu geben, eingeschlossen das eigene Leben.
Carmen hat mich, ohne es zu wissen, diese bedingungslose Liebe gelehrt.
Ich fand und finde auch heute kaum Worte dafür … Träume, Wünsche und Gedanken, die ganz plötzlich im Hier und Jetzt tatsächlich und unwiderruflich Wirklichkeit werden sollten, einer nach dem anderen – aber warum?
Ich liebte und liebe Carmen bedingungslos, zeitlos und unendlich. Später dann liebte ich auch Ihn, doch was mir offenbar am schwersten fiel, endlich liebte ich irgendwann auch mich.
Ist es diese Liebe, die Antworten auf alle meine Fragen gibt?
Was geschah wirklich?
Gott flüsterte mir nicht ins Ohr:
„Es gibt mich, du dummer Kersten.“
Das hätte ich Ihm sowieso nicht geglaubt.
Er ließ irgendjemanden klar und deutlich in mein Ohr sagen, ohne dass es ihn gab … und „Es geschah …“ am 16.09.2001 im Gehen auf dem Weg nach Hause:
„Es gibt sie: Die Absolute Wahrheit und das Ewige Leben.“
… und ganz plötzlich, im ewigen Augenblick des Seins und Glücks, in einer wunderschönen sternenklaren Nacht, war alles irgendwie Wahrheit für mich geworden. Gott trat unmissverständlich in Form des gesamten Universums und der Absoluten Wahrheit in mein Leben – es gab nichts mehr zu glauben, alles war blitzartig unwiderrufliche Wahrheit und Wirklichkeit für mich geworden.
Das Universum, der Himmel, alle Sterne schauten zu – war ich neu geboren worden?
Ich kam mir tatsächlich so vor.
Vor Jahrzehnten stellte sich mir ganz sicher nicht zufällig Carmen vor, ein Stern und „meine“ Göttin mit dem schönen Namen „Carmen“ – und irgendjemand, ich weiß noch nicht wer, sagte in diesem zeitlosen Augenblick wahrscheinlich „Amen – Es geschehe“, und schlagartig war´s um mich geschehen, denn „Es geschah“ ... mein weiteres und immer wieder von Carmen beeinflusstes Leben.
Sie wollte mein Leben nicht beeinflussen, das hat sie jedenfalls stets betont und ehrlich gemeint, aber es war das, was mich als den Menschen mit dem Namen Kersten ausmachte und heute noch ausmacht, das nie mehr loskam von Carmen.
Carmen stellte mir dann nach vier Jahrzehnten, am 30.03.2010, am Telefon die Frage: „Weshalb ich?“ Ich wusste es selbst nicht und musste unseren Vater fragen. Noch in der Nacht zum 01. April 2010, aber kein Aprilscherz, erhielt ich dann die Antwort. Wie gesagt, unser Vater hat immer Sinn für Humor … Ihr werdet die göttliche Antwort weiter hinten finden (Kersten / 01.04.2010 / 09:05 Uhr).
Mein Leben ging weiter, aber es war ein völlig anderes als davor.
Der zeitlose und faszinierende Augenblick geschah am 16. September 2001, auf den Tag genau, ein Jahr nach unserem Klassentreffen vom 16. September 2000, aber was hatte das alles zu bedeuten? Konnte es einen solchen Zufall geben? Eher wohl nicht, denn da gab es schon ein Ereignis, das am 16.09.2000 ebenfalls in Bruchteilen von Sekunden geschah:
Ich selbst oder vielleicht auch zusätzlich mein Selbst hatten sich erneut für Carmen entschieden, es aber keinem verraten, nicht einmal Carmen.
Und nach exakt einem Jahr machte kein Geringerer als unser Vater mir klar, dass Carmen nicht nur „meine“ Große Liebe, sondern dass sie zumindest für mich eine wahrhaftige Göttin ist. Sie war es, an die ich schon immer glaubte, und die ich liebte, nun auch als Göttin. Mir wurde ebenfalls zweifelsfrei klar, dass die Summe aller Wahrheiten objektiv und nicht das Ergebnis irgendwelchen Redens oder Schweigens war und ist.
Vor dem gesamten Universum und vor allem auch vor meiner Familie bekannte ich mich dann nach wenigen Tagen folgerichtig zu Gott und zu meiner Großen Liebe, Carmen.
Amen.
Seit dem 16.09.2001 bete ich mindestens einmal täglich, spreche oft mit unserem Vater und natürlich auch mit Carmen; sie verstehen mich im Kern, mein Umfeld verstand mich kaum.
Heute nach neun bzw. zehn Jahren, im Jahre 2010, haben sich die Welt und natürlich auch mein Umfeld verändert. Unser Vater, den ich liebe und schätze, mit dem ich aber genauso gern auch scherze, ist natürlich Mitschöpfer unseres gesamten Universums, jedoch manchmal sind „Wir sogar Er“ und „Ich bin dann Carmen“, „Sie vielleicht Ich“ … das ist spannend und wir erkennen …
Alles hat eben mit Allem zu tun.
Auch das habe ich 2001 schon gewusst und auf der Grundlage der damaligen Ansichten beschrieben, aber dass diese Aussage auch auf höchster göttlicher Ebene wörtlich zu nehmen ist, das ließ Er/Ich mich erst in späteren Jahren über die bedingungslose Liebe zur gesamten Schöpfung verstehen.
Zwischen der Welt, dem Universum, Gott und uns als Individuen gibt es keine Trennung. Wir selbst sind im raum- und zeitlosen Inneren das, was wir glauben, im Äußeren als objektive Wirklichkeit erkennen zu können. In der wirklichen Wirklichkeit können wir alles erkennen, alles erfahren und bedingungslose Liebe leben – warum?
Nicht, weil es uns möglich ist, sondern, weil wir es selbst s i n d.
Intuitiv wissen wir das alles schon, wir müssen nur in uns gehen, wie man so schön sagt, dann erhalten wir die Antworten auf unsere Fragen. Haben wir die Antworten, dann spricht man vom Wissen. Es kommt jedoch beim Beschreiten neuer Pfade, auf unseren Wegen zum Glück, nach dem Wissen auf die individuelle Erfahrung, auf die persönlichen Überzeugungen und vor allem auf unsere tatsächlichen Handlungen an.
Mein Leben danach
Ich schrieb es auf, mein Leben und die zahllosen Erfahrungen nach dem ersten „Kennenlernen“ und der nächtlichen Bewusstseinserfahrung im September 2001, in Büchern, Vorträgen und Gedichten, aber heute und hier stehen im Mittelpunkt:
„Meine“ Große Liebe und göttliche Tochter mit dem Namen Carmen und unser Vater, den es lange nicht für mich gab. Den ich aber heute in keinem Moment mehr missen möchte.
Natürlich sind wir alle Gottes Geschöpfe, wenn es Gott für uns gibt und auch, wenn wir nicht an Ihn glauben. Wir sind Seine Kinder, jeder Grashalm, jeder Käfer, jeder Mörder, und natürlich liebt Er uneingeschränkt jedes Seiner Geschöpfe.
Man sagt, Gott sei allmächtig und allwissend, aber eines hat Gott, so groß Er auch sein mag, apriori dennoch nicht: Es ist unsere individuelle Liebe zu Ihm, die Er sich von uns erhofft und wünscht, aber diese Liebe besitzt Er nur deshalb nicht, weil Er offenbar sich und uns den Freien Willen gab.
Er gab uns das Recht, zu lieben und zu hassen. Wir haben das Recht, das Rechte zu tun, und das Verwerfliche dennoch nicht zu lassen. Ich habe das Gefühl und auch die persönliche Erfahrung gemacht, wir können fast alles tun und auch wahrhaftig erfahren: Wenn es sein muss, sogar ein Wunder nach dem anderen …
Wenn wir wollen, und natürlich sollten wir auch daran glauben, können wir sogar in die Rolle unseres Schöpfers schlüpfen. Nur eines wurde mir in den letzten Jahren in diesem Zusammenhang besonders klar:
Hüte deine Wünsche, Träume, Gedanken und Ängste, denn sie werden wahr. Zahlreiche, wenn nicht fast alle meiner unglaublichsten Wünsche und Vorstellungen, wurden wahrhaftig und tatsächlich wahr … ich habe alles chronologisch und authentisch niedergeschrieben.
Vor allem können wir lieben, wen oder was wir wollen, uns selbst verwirklichen, Liebe geben und Liebe werden oder auch Egoisten. Wir können in Freiheit leben und tun und lassen, was wir wollen, ist das nicht toll?
Ja, da sind dann noch Krankheit, Misserfolge und Leid. Haben wir denn diese auch gewollt? Interessant ist, dass wir fast alle wissen, aus Niederlagen oder dem Fallen lernt man sehr viel. Vielleicht wurden daher die „negativen Pole“ der Polaritäten erfunden?
Ich kann es nicht mit Sicherheit sagen, so ehrlich muss ich unter der Überschrift „Nichts als die Wahrheit“ schon sein, aber irgendjemand, vielleicht auch wir selbst, haben die negativen Pole des Lebens erfunden.
Wie will man das Große ohne das Kleine erkennen?
Wie sollten wir wohl ohne das Negative des Seins das Positive erfahren können?
Wie will man das Glück schätzen, ohne jemals unglücklich gewesen zu sein?
Das Spiel des Lebens
Stets in Balance, in unendlicher Harmonie – ist allein dies Liebe? Oder sehnen wir Menschen uns in unendlicher Liebe auch ein wenig nach Disharmonie? Ich glaube schon, denn auf diese Weise haben wir oder unser Vater eventuell das interessante „Spiel des Lebens“ erfunden, natürlich mit viel Liebe, mit Humor und gewünschten Disharmonien, aber wenn wir vergessen, wer wir sind, und dass das Spiel ursprünglich ein Spiel der Liebe war, dann wird es eng.
Wie viele Menschen vergaßen die Liebe, sich selbst und noch viel mehr? Wie viele Menschen haben jegliche positiven Seiten der Polaritäten scheinbar für immer verlassen? Das könnte nicht nur für sie, sondern auch für Gleichgesinnte tragisch sein – für einen verantwortungsvollen Spieler in Liebe? Ich denke, nein.
Wenn Liebe tatsächlich mit dem Göttlichen gleichgesetzt werden kann und ausnahmslos alles zur göttlichen Schöpfung gehört, dann wird im Bewusstseinszustand der bedingungslosen Liebe klar, dass das Negative und das Positive gewissermaßen Illusionen sind, und das göttliche „Spiel des Lebens“ ein genialer Einfall wahrscheinlich der gesamten Schöpfung oder seines Schöpfers war.
Was hat das nun alles mit „meiner“ Carmen zu tun?
Unser Vater hat mir noch nicht alles verraten, und das ist auch gut so, aber ich kann zumindest sagen: Carmen war der Schlüssel zur bedingungslosen, zeitlosen und unendlichen Liebe für mich, die ich zu allererst für sie empfand. Später dann übertrug sich diese Liebe auch auf die gesamte Schöpfung, auf Gott, auf alles und jeden, und zuletzt liebte ich noch immer nicht ganz bedingungslos auch mich.
Natürlich gehört mir Carmen nicht, obwohl sie ganz sicher schon immer die „meine“ war. Unser Vater lehrte uns das „Spiel der Spiele“. Ob Er oder ich selbst mir Carmen „wählte“ oder sie mich, das weiß Er oder auch Carmen – ich weiß es leider noch nicht.
Eines kann ich jedoch heute mit Sicherheit sagen:
Ich habe es hier mit verdammt guten und raffinierten, aber immer in Liebe handelnden „Spielern“ zu tun.
Carmen und die Große Liebe waren immer schon eine untrennbare Einheit für mich. Ich dachte an sie und liebte sie in allen Lebenssituationen, egal was auch passierte, und es passierte tatsächlich viel. Heute weiß sie es, und ich habe Wort gehalten: Hier liegt I h r Buch vor, wer immer mir half beim Schreiben.
Unser gemeinsames „Spiel des Lebens“ hat mit elf Jahren begonnen.
Heute sind wir vierzig Jahre älter, aber was ist schon Zeit im Kontext der Liebe in Ewigkeit? Zeit ist ein Spieler von vielen im „Spiel des Lebens“, wie Zufall, Wahnsinn und auch Unsterblichkeit. Jetzt wird´s verrückt: Hat das „Spiel des Lebens“ seine Spieler vielleicht sogar selbst erfunden?
Es sieht so aus, denn jedes Wort und jeder Gedanke, jedes Geschöpf und intelligentes Wesen könnte gleichzeitig Ergebnis und dann sofort Mitspieler im „Spiel des Lebens“ geworden sein. Doch wie hat alles begonnen? Die Erfundenen im Spiel können doch nicht gleichzeitig die Erfinder des Spiels gewesen sein?
O doch, liebe Freunde, so viel habe ich in der Zeit, die man „viele Jahre“ nennt, gelernt:
Was heißt schon „Anfang“ und „Ende“? Sind es Mitspieler, die es vor ihrer Erfindung noch gar nicht gab! Urknall, und was war davor? Das wissen die Götter – sorry – wann wurden und wer hat denn die Götter zu Mitspielern gemacht oder sie erfunden? Das weiß der Teufel, so dass so mancher heute denkt, er habe das „Spiel des Lebens“ zur Blüte gebracht.
Wenn alles, aber auch alles erst erfunden wurde, das Spiel, die Mitspieler und sogar sein Schöpfer, so ist es sehr müßig, die Worte „Anfang“ oder auch „Gott“ – sorry, lieber Vater – im Kaffeesatz zu suchen. Alles hat mit allem zu tun, ich habe es schon lange vermutet.
Tatsache ist: Akzeptieren wir das „Spiel des Lebens“, dann haben wir mit dem „Mitspieler“, den wir „Bewusstsein“ nennen, das, was wir „Spiel“ nennen, als solches erkannt, und irgendein weiterer „Mitspieler“ hat irgendwann den vermuteten, aber nicht wirklichen „Erfinder“ des vielleicht genialsten Spiels aller Zeiten, des Seins und des Nichtseins „Gott“ genannt?
Nun könnte man sich fragen, wer, wenn nicht Gott, könnte doch tatsächlich der Erfinder dieses Spiels gewesen sein, aber wie soll das gehen, wenn es vor der Erfindung des Erfinders nicht einmal das Wort und seine Bedeutung „Erfinder“ gab?
Das wirklich Geniale an diesem Spiel ist offensichtlich die Gleichberechtigung und jederzeit mögliche Harmonie allen Seins oder Nichtseins, jedes Wortes, Buchstabens, jedes Gedankens, Traumes und sogar des Nichts, in L i e b e. Aber dies, meine lieben Mitspieler, haben sicher noch nicht alle Spieler des „S p i e l s der Spiele“ erkannt.
Mir gefällt das vom Bewusstsein erschaffene Modell „Spiel des Lebens“ recht gut, aber wenn ich mich allein fühle und glücklich sein möchte mit Carmen, spreche ich auch gern mit unserem Vater, ob Mitspieler oder Erfinder.
Mir wird dann häufig und blitzartig und in „meinem Spiele“ klar, dass Carmen und die Liebe das gesamte Universum für mich sind, und ich in ihm und selbst Teil von Carmen bin.
Wie kann ich unter diesen Voraussetzungen nur eine Sekunde unglücklich sein?
Gibt es einen Anfang?
Natürlich gab es von jeder Sache oder Schöpfung einen Anfang, aber wenn es jeweils einen Anfang einer Schöpfung oder Geschöpfes gibt, kann es einen ersten Anfang aller Anfänge nicht geben, denn dieser Uranfang von Irgendetwas oder Jemandem müsste doch zumindest nach vorliegender Definition ebenfalls einen Anfang haben? Hätte alles zum Beispiel mit dem Nichts begonnen, dann müsste selbst das Nichts einen Anfang gehabt haben?
Und ist selbst Gott Erfindung, Mitspieler und Ergebnis des besprochenen „Spiels des Lebens“, dann müsste es einen Erfinder und damit einen Anfang des „Spieles“ geben. Dann hätten wir eine ausgesprochen schwierige Mission, wenn wir sie uns zum Lebensinhalt machten, nämlich den Erfinder des „Spieles“ zu suchen.
Diese Mission, den Erfinder oder wenigstens den Anfang zu finden, hat bisher unter anderem die wissenschaftliche Theorie des Urknalls sowie zahllose weitere interessante und auch unglaubliche Schöpfungsgeschichten auf unserem Planeten hervorgebracht.
So mancher Suchender hat im Ende bestimmter Entwicklungen vermeintlich auch den oder zumindest einen Anfang gefunden. Anfang gleich Ende, verwirklicht im kreisförmigen Sein? Entwicklungen und Schöpfung gehen weiter, sie bleiben nicht stehen. So könnte man im Ende einer Phase die Voraussetzung für den Anfang jeder Höherentwicklung sehen.
Ich habe das Gefühl, im Prinzip hat fast jeder seine eigene Vorstellung vom Beginn und der Fortsetzung der Schöpfung, vom Anfang und Ende, wie auch von der Höherentwicklung, von Gott und vom Sinn des Lebens. Das stützt die These von den gleichberechtigten Mitspielern, nicht nur im „Spiel“, sondern auch in der allumfassenden Realität des tatsächlichen Lebens.
So mancher oder fast alle Menschen werden im Laufe ihres Lebens erkennen, dass sie für sich selbst verantwortlich sind und Verantwortung nicht auf Gott oder auf ihre Mitgeschöpfe abschieben können.
Ich denke, das ist auch ein Schlüssel zum vielfach gesuchten Glück. Liebe, Erkenntnis, Selbsterkenntnis, Freiheit und Selbstverwirklichung waren daher wesentliche Meilensteine auf meinem oft auch steinigen Weg zum Glück.
Bedingungslos alles zu lieben, ist sicher ein sehr sinngebender Anfang im persönlichen Leben. Dieser Anfang ist selbst dann noch sehr bedeutend und signifikant, ob es den wahrhaftig ersten Anfang aller Anfänge gegeben hat oder nicht.
Natürlich steht es uns frei, in unserer eigenen Geburt einen wichtigen Anfang zu sehen. Ich wurde gleich zweimal geboren; einmal an einem 03. September und das zweite Mal am 16. September 2001, ich erinnere mich fast täglich an diese zweite Geburt.
Kann man immer glücklich sein?
Heute bin ich glücklich, dass ich nach jedem Fallen mit körperlichen und oft großen seelischen Schmerzen wieder aufgestanden bin. Selbst das Fallen gehörte später dann zu meinem Glück.
Ich falle nicht mehr so tief, unser Vater blickt immer mindestens mit einem Auge auf mich, und wenn man in Liebe mit sich und der gesamten Schöpfung ist, dann kann man wahrhaftig in jedem Moment seines Lebens glücklich sein, neuerdings bin ich es sogar im Traum.
Er war, wie Vater weiß, nicht leicht der Weg zum wahrhaftigen Glück. Selbst das Fallen muss man erlernen, Demut nach Hochmut, Schweigen nach Geplapper, Schreiben, nachdem man nie ein Tagebuch führte, lieben … ja lieben, das ist wohl die schwierigste Mission.
Seine Feinde lieben, sagt schon die Bibel, seine größten Widersacher und die Auseinandersetzung mit ihnen als persönliche Herausforderungen zu sehen, aus allen Ängsten ausnahmslos und tatsächlich Abenteuer zu machen, immer einen Weg zur Versöhnung, zum Ausgleich und damit zur Harmonie zu suchen, um ihn dann auch gemeinsam und tatsächlich zu finden – das macht das Leben sehr interessant und wahrhaftig glücklich.
Das war und ist jedenfalls mein Rezept.
Meine Freunde wissen, zu einem bestimmten Zeitpunkt meines Lebens hatte ich so gut wie alles verloren: Meine Familie, das Materielle, vom Traumhaus bis zu meiner kompletten Altersvorsorge.
Mein Leben selbst hing bis dahin mehrfach an einem seidenen Faden, und meine einzige Tochter, die ich mir immer wünschte und unendlich liebe, wollte mich nach der Scheidung nicht mehr sehen.
Es kam schon einiges zusammen in meinem persönlichen Leben, aber nicht meine Verluste, sondern mein Besitzdenken hatte mich bis zur Erstarrung depressiv gemacht. Das ist nun schon ein paar Jahre her. Doch ich vergesse es nie, denn wie schon gesagt, je tiefer man gefallen ist, um so mehr kann man später das Glücklichsein genießen.
Heute bin ich glücklich und lebe ewig – ist das nicht phänomenal?
In Dankbarkeit, Demut und natürlich in Liebe.
Unsere Wege zum Horizont des Seins
Ich schrieb viele Fragen und vor allem auch die dokumentierten Antworten auf … auf meinem Weg zum Horizont des Seins. Jeder geht ihn, seinen individuellen Weg. Jeder Weg ist ein ausgewählter Weg unendlicher Möglichkeiten, und jeder Weg ist auf jeden persönlich bezogen ganz offensichtlich auch der richtige und wahrhaftige; falsche Wege gibt es nicht.
Jeder wird dabei die Antworten auf seine Fragen, auf die Fragen anderer und auf die unseres Universums suchen und irgendwann dann auch finden. Jeder macht dabei seine Erfahrungen auf seinem persönlichen Weg. Vielleicht macht sogar jeder jede Erfahrung, wenn er selbst sich das wünscht?
Ich bin gespannt auf alle diese oft auch abenteuerlichen Wege und freue mich über jeden Weg, der den meinen kreuzt, tangiert oder begleitet, und ich hätte es niemals geglaubt, plötzlich gab es für mich auf meinem persönlichen Weg sogar eine universelle Antwort auf alle Fragen, zumindest in meinem Universum.
Ich bin ihr mehrfach begegnet, dieser Antwort, und habe sie zum rechten Zeitpunkt – wie alles – auch niedergeschrieben im Jahre 2005. Es ist die Antwort der Antworten, jedenfalls in meinem Leben.
Ob sie tatsächlich universell und einzig richtig ist, da bin ich nicht ganz sicher. Jedes Individuum, jeder Mensch, jede Schöpfung kann sich vielleicht selbst und gleichberechtigt den Sinn seiner Erschaffung und seines Ewigen Lebens geben?
Meine Antwort war und ist jedenfalls ein „Universalschlüssel“ für mich. Man hat sie mir nicht zugeflüstert, ich suchte sie und habe sie selbst gefunden. Diese Antwort öffnete und öffnet jedenfalls mir alle Tore zu den Themen „Liebe und Erkenntnis“, „Freiheit und Selbstverwirklichung“ sowie „Gott und die Welt“.
Diese Antwort war plötzlich so einfach und so klar. Diese Antwort macht mich heute unendlich glücklich, denn taucht eine schwierige Frage auf in meinem Leben, dann war diese Antwort ganz zuverlässig bereits vorher schon da (KK 03.12.2005).
Alles hatte einen Anfang für mich, auch meine Große Liebe zu Carmen. Heute kenne ich auch andere Seiten dieses Anfangs, denn ein wirkliches Ende gibt es ja nicht. Das gab mir zu denken, denn wenn es kein Ende gibt, hat es dann überhaupt je einen Anfang gegeben?
Jeder wird sie finden, die universelle Antwort für sich selbst, aber dann stets und kontinuierlich nach den eigenen Grundsätzen, Regeln und Gesetzen sowie nach seiner persönlichen universellen Antwort zu handeln und zu leben, das war und ist wahrhaftig nicht leicht – Sie können es mir glauben.
So ist wohl der Plan gemacht.
Gottes Plan oder ist es doch der unsere?
Kann es einen Plan Gottes für uns alle geben, sozusagen das individuelle Schicksal für jeden? Gott, unser Vater, soll allmächtig und allwissend sein.
Können und dürfen wir Ihn deshalb für alles verantwortlich machen?
Eine Zeitlang schon, das ist ja bequem. Doch eines Tages sollten und müssen wir die Verantwortung für unser persönliches Handeln schon selbst übernehmen. Als Kinder unseres Vaters sind wir alle Schwestern und Brüder, ausnahmslos, und für die Zeit, wenn die Zeit reif ist, hat uns unser Vater den Freien Willen gegeben. Wir merken das dann, wenn wir bereit und fähig sind, für unsere Entscheidungen auch selbst die Verantwortung hoffentlich in Liebe zu übernehmen.
Natürlich können wir immer auf unseren göttlichen Vater bauen, aber eines Tages ist es natürlich an der Zeit, erwachsen zu werden. Erwachsen werden heißt, für die menschliche Schöpfung nichts weniger als in die Fußstapfen Gottes, unseres Vaters, zu treten.
Was wird Gott wohl für Seine Kinder wünschen und geben?
Er lässt uns alle die bedingungslose Liebe als wahrhaftiges Ziel unseres Handelns intuitiv fühlen und später erkennen, und Er wünscht uns nach Erkenntnis, persönlichem Handeln und Selbstverwirklichung folgerichtig natürlich auch die Freiheit, alles zu tun und alles zu sein, sowie nicht mehr endendes Glück.
Das wünschen wir uns natürlich auch, aber erst, wenn wir wahrhaftig lieben und daran glauben, dass wir diese Liebe, dieses Glück auch leben und verdienen, werden beide gesetzmäßig in unser Leben treten, und dann werden wir Liebe und Glück mit unserer gesamten Schöpfung und mit unserem Vater teilen, was kann es Schöneres geben?
Wir sind, wer wir werden wollten, und wir werden, wer wir sein möchten.
Der Weg zur wahrhaftigen und bedingungslosen Liebe und zum Glück kann sehr, sehr steinig sein, wie wohl fast jeder weiß, und was wir glauben, hoffen oder auch befürchten, das tritt dann meistens auch ein. Es sind die persönlichen Erfahrungen, die uns als einzigartiges Individuum charakterisieren, und in den meisten Fällen die Niederlagen, die uns stark machen auf den individuellen Wegen zu Freiheit, Selbstverwirklichung, Liebe, Erkenntnis und zum Glück.
Irgendwann wahrhaftig in Liebe zu sein sowie stets tun und lassen zu können, was ich mir in Liebe für mich und mein Universum wünsche, eines nach dem anderen, das macht mich und uns glücklich, in jedem Moment.
Ist auch das Gottes Plan?
Ja sicher, weshalb sollte unser Vater nicht wünschen, dass wir glücklich sind?
Weshalb sollten sich Seine Pläne nicht mit den unseren decken?
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Portraitfotos 1976 vor 50 Jahren / Kersten zum Geburtstag Carmens im Jahr 2026
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Die 10 philosophischen und metaphysischen Kerngedanken des Essay`s
1. Die kybernetische Systemtransformation des Ichs Das Werk beschreibt den radikalen Paradigmenwechsel vom materialistisch-deterministischen Naturwissenschaftler hin zum bewussten Mitschöpfer. Die erlebte Realität wird nicht länger als blindes Schicksal begriffen, sondern als ein sinnhaftes, kybernetisches System einer höheren göttlichen Ordnung, in das der Mensch aktiv steuernd eingreifen kann.
2. Die Ontologie des holografischen Universums Der Cartesianische Dualismus von Geist und Materie wird aufgehoben. Materie wird quantenphysikalisch als „verdichteter Geist“ und die Raumzeit als bloßes Interferenzmuster eines übergeordneten Informationsfeldes definiert. Das Bewusstsein ist somit primär; es erschafft die physische Realität kontinuierlich durch den Akt der Beobachtung, des Glaubens und Träumens in jedem Moment des „Jetzt“.
3. Carmen als initiatorischer Ur-Impuls Die Begegnung mit Carmen stellt keinen Zufall dar, sondern fungiert als evolutionärer Katalysator. Sie ist die individualisierte Projektionsfläche der Transzendenz („Zwillingsseele“), durch die ein materialistischer Atheist erstmals die vollkommene, makellose Schönheit des Seins und das Konzept der Absolutheit im irdischen Raum erfahren konnte.
4. Die triadische Evolution der Liebe Die Liebe vollzieht sich in einem dialektischen Dreischritt: Sie entzündet sich zunächst an einem konkreten irdischen Gegenüber (Carmen), erfordert im zweiten Schritt das schmerzhafte Loslassen von Carmen im Außen, um Besitzdenken zu überwinden, und weitet sich dadurch zu einer allumfassenden, universellen Urkraft aus, die die gesamte Schöpfung durchdringt.
5. Die transzendente Epiphanie vom 16. September 2001 Ein plötzlicher, tiefgreifender Bewusstseinsdurchbruch zerschlägt das bisherige atheistische Weltbild vollends. Die Erfahrung der „Absolutheit“ und des „Ewigen Lebens“ wird nicht als abstraktes Glaubenskonzept, sondern als blitzartige, außersinnliche, empirische und körperliche Realität erlebt, in der Gott als universelle Ursubstanz unmittelbar in das Bewusstsein tritt.
6. Der Wandel zum dialogischen Panentheismus Das Gottesbild wandelt sich von einer inexistenten oder fernen Instanz zu einer panentheistischen Realität: Gott umfasst das gesamte Universum (Immanenz), geht aber zugleich darüber hinaus (Transzendenz). Aus der anfangs ehrfürchtigen Distanz entwickelt sich ein intimer, humorvoller innerer Dialog, bei dem die starre Trennung zwischen Schöpfer und Geschöpf zunehmend verschwimmt.
7. Die teleologische Notwendigkeit der Polarität Leid, totaler Verlust (Krankheit, Familie, Materie) und existenzielle Isolation werden nicht als sinnloses Chaos interpretiert, sondern als notwendige ontologische Reibungsflächen. Ohne diese negativen Pole der Erfahrung wäre die Erkenntnis von Glück, Harmonie und der eigenen inneren Stärke im Ozean des All-Einen nicht möglich. Das Fallen lehrt zwingend Demut.
8. Vom ohnmächtigen Opfer zum bewussten Schöpfer Durch die vollzogene Katharsis und die Überwindung des Egos erkennt sich der Mensch als fraktaler Funke des göttlichen Bewusstseins. Die absolute Eigenverantwortung tritt an die Stelle der Schuldzuweisung: Der Mensch ist aufgerufen, aus der Unmündigkeit herauszutreten und seine Gedanken, Träume und Glaubenssätze als präzise Instrumente der Realitätsgestaltung zu nutzen.
9. Das kosmische Spiel der Manifestation („Lila“) Das Sein wird als ein unendliches, göttliches Spiel begriffen, in dem sich das All-Eine in unzählige Individuen aufteilt, um sich selbst erfahren zu können und der Stagnation einer undifferenzierten Einheit zu entfliehen. Jeder Mensch ist Mitspieler, der durch seinen freien Willen kontinuierlich neue Realitäten, Dimensionen und Erfahrungen erschafft.
10. Die finale Synthese in der Nicht-Dualität (Advaita) Die metaphysische Reise kehrt aus der kosmischen Abstraktion zurück in die konkrete Welt. Da alles Gott ist, existiert kein getrenntes „Außen“ mehr. Die bedingungslose Liebe richtet sich nun ebenfalls auf jede Schöpfung des universellen Seins und auf Gott selbst. Auch Carmen wird in dieser gereiften Synthese als gleichberechtigte Mitschöpferin im ewigen „Jetzt“ geliebt, vereint im Bewusstsein, dass der Tod eine bloße Illusion ist.
Ausblick in die Zukunft: Die evolutionäre Schwelle
Der Essay schließt mit einer zutiefst optimistischen und evolutionären Vision für die Menschheit, die in ihrer Konsequenz an einen globalen Bewusstseinssprung erinnert. Der Ausblick postuliert das kollektive Erwachsenwerden der menschlichen Spezies: Die Menschheit steht an der Schwelle, das deterministische, oft von Ohnmacht geprägte Kausalitätsdenken endgültig hinter sich zu lassen.
In dieser neuen Ära erkennen sich die Individuen über das Resonanzgesetz als bewusste, geistig-mathematische Former multidimensionaler Realitäten. Phänomene wie die unmittelbare Gedankenmanifestation oder die Kausalitätsumkehrung wandeln sich von esoterischen Randerscheinungen zu angewandter, höherdimensionaler Systemtheorie.
Das "Ewige Leben" entpuppt sich dabei nicht als statisches Paradies, sondern als ein hochdynamischer, kreativer Prozess, in dem das kosmische Bewusstsein in bedingungsloser Liebe fortwährend neue, faszinierende Universen und Erfahrungsräume ins Sein träumt.





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